Nürnberg und München, im Juli 2011

Sehr verehrte liebe Mitglieder,
meine sehr verehrten Damen und Herren,
auf diesem Weg danke ich herzlich für die Wahl zum Präsidenten des Studienzentrums Weikersheim, die ich gerne annehme. Das Amt bedeutet mir Ehre und Verpflichtung, zumal mir in Herrn Prof. Dr. Karl Albrecht Schachtschneider und Herrn Prof. Dr. Jost Bauch zwei herausragende Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens als Vizepräsidenten zur Verfügung stehen.
Das Präsidium insgesamt präsentiert die geistige und politische Weite, die Weikersheim künftig bestimmen wird.
Zu Dank verpflichtet bin ich dem bisherigen Präsidium, insbesondere Herrn Bernhard von Diemer, dass er in schwierigen Zeiten das Studienzentrum verantwortlich und klug konsolidiert und wieder auf klaren Kurs gebracht hat. Dies wäre ohne den Schwung von Jung Weikersheim, auf das wir auch in Zukunft setzen, insbesondere seinen Vorsitzenden Daniel Krieger, ohne die großen politischen Persönlichkeiten, Herrn Staatsminister a.D. Jörg Schönbohm und Herrn Altoberbürgermeister Prof. Dr. Manfred Rommel und ohne die Weisheit von Herrn Prof. Dr. Klaus Hornung, der den Geist von Alt-Weikersheim durch alle Fährnisse gerettet hat, nicht möglich gewesen. Dass das Studienzentrum immer auch in Berlin präsent war, ist die Leistung von Herrn Dr. Andreas Graudin.
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Vor allem aber wäre die Kontinuität nicht möglich gewesen ohne Sie, meine sehr verehrten Damen und Herren, die Sie stets an unserer Seite geblieben sind.
Ihre Unterstützung und Mitwirkung, Ihre Verbundenheit und Ihre hohen Erwartungen benötigen wir auch künftig als wichtigstes Ferment unserer Arbeit. Und wir benötigen neue Mitglieder, die dem gemeinsamen Anliegen neuen Esprit geben.
Um Weikersheims Handlungsfähigkeit so zu steigern, wie dies im Sinn der Aufgaben erforderlich ist, müssen wir unsere finanzielle Grundlage wesentlich vermehren. Wir sind gleichermaßen dringend auf Ihre ideelle und Ihre finanzielle Unterstützung angewiesen, und Sie werden sehen, dass wir Ihr Vertrauen nicht enttäuschen werden. Zuwendungen für Weikersheim sind Zuwendungen aus Verantwortung für Tradition und Zukunft unseres Landes. Wir werden mit jedem Euro aufs sorgfältigste umgehen und ihn im Sinne einer nachhaltigen und erfolgreichen Arbeit einsetzen.
Seit seiner Gründung 1979 stand Weikersheim für einen profilierten freiheitlichen und christlich orientierten Konservatismus. Es sollte, im Sinne seiner Gründer die Fundamente des Gemeinwesens und unseres Landes aus den großen Überlieferungen Europas auch gegen wechselnden Zeitgeist klar verdeutlichen und zugleich zu den strittigen aktuellen Fragen Stellung beziehen, große Debatten anstoßen und aufnehmen. Die Forderung des Tages und die langfristige konzeptionelle Arbeit sind die beiden Säulen, auf denen Weikersheim errichtet wurde. Daran gilt es anzuknüpfen!
Weikersheim hat durch seine Jahrestagungen und Publikationen wesentliches zur politischen Geschichte der Bundesrepublik Deutschland beigetragen: im Umfeld der Vereinigung Deutschlands und Europas und weit darüber hinaus. Seine öffentliche Wahrnehmung zu steigern, ist ein wichtiges Anliegen. Dazu dient auch unsere Internetseite, auf der wir Sie über alle Aktivitäten unterrichten werden. Auch die vielbeachteten Vorträge der Jahrestagung 2011 werden dort bald nachzulesen sein.
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Und schließlich: Die Orientierungslosigkeit und Sprunghaftigkeit gegenwärtiger Politik zeigt von Tag zu Tag neu, wie wichtig die Stimme des Studienzentrums Weikersheim ist.
Es hat das Potential und die Verpflichtung, wieder zu dem zentralen bürgerlichen Think Tank zu werden , der Stimmen bündelt, in Verantwortung für das Gemeinwesen Zukunft und Herkunft verbindet und konzeptionelles Denken und Gespräch über alle Partei- und Ideologiegrenzen hinweg auf dem Boden des Geistes der Verfassung mit der Kultur Praktischer Vernunft verbindet. Dazu möchte ich nach meinen Kräften beitragen.
Schon jetzt darf ich Sie darauf hinweisen, dass wir im Oktober in Stuttgart eine Veranstaltung planen, auf der sich das neue Präsidium vorstellen wird. Die Einladung ergeht nach der Sommerpause.
Ich wünsche Ihnen, meine sehr verehrten Damen und Herren, eine schöne und erholsame Sommerzeit.

Prof. Dr. Harald Seubert